Vorgestellt! Italienische Politik (www.italienpolitik.de)

Diesmal: Italienische Politik – ItP

1) Bitte stellt Euch kurz vor (Name, wo lebst Ihr, Alter, woher kommst Ihr)
Ich heiße Alessio Bellucci und lebe seit sieben Jahren in Karlsruhe. Zusammen mit meinem Gesinnungsgenossen Beppe Scampia gestalte ich die Seiten des Blogs italienischepolitik.de. Beruflich bin ich als Journalist tätig.

2) In welchen Ländern/Städten habt Ihr schon gelebt?
Ursprünglich stamme ich aus Sizilien, wo ich auch geboren wurde. Meine Eltern brachten mich schon in den 80ern nach Deutschland, weil in Sizilien schon damals die Arbeitslosigkeit gravierend war. Dementsprechend waren auch die Zukunftsaussichten für meine Eltern, die dort überhaupt keine Perspektive mehr hatten. Ein Sprung ohne Zwischenstationen: Von Pirandellos Insel zu Goethes Land…

Eine Liebe zur Literatur?
Nicht nur, ich liebe alles an Deutschlands Kultur. In erster Linie die deutsche Philosophie, aber auch die Literatur spielt für mich eine wichtige Rolle. Hätte ich nicht deutsche Autoren gemocht, wäre ich nie so neugierig geworden, um italienische Literatur zu lesen. So kam ich zum Beispiel von Patrick Süßkind zu Umberto Eco. Zwei geniale Erzähler.

3) Um was geht es in Eurem Blog?
In unserem Blog geht es um die faszinierende italienische Politik, mit all ihren Facetten. Wir analysieren die politischen Geschehnisse Italiens, wobei wir dies oft mit einer hintergründigen Ironie tun. Denn wenn es um Italien geht, kann man nicht stets sachlich bleiben. Italien polarisiert, genauso wie Berlusconi – unser “Lieblingspolitiker”.

4) Warum bloggt Ihr? Verfolgst Ihr damit bestimmte Ziele?
Hintergrund dieses Blogs ist eine simple Frage, die mich seit Jahren verfolgt. Zu oft haben mir staunende Gesichter deutscher Mitbürger folgende Frage gestellt: “Wie können denn die Italiener Berlusconi wählen?”. Die verzweifelte Suche nach der richtigen Antwort ist zugleich der Existenzgrund dieses Blog und das Ziel, das ich verfolge. Das gilt im Wesentlichen auch für Beppe.

5) Was ist Eure italienische Lieblingsspeise?
Essen ist zum Themawechsel immer geeignet. “Ravioli con la ricotta” – de gustibus non disputandum.

6) Was ist Euer italienischer Lieblings-Song?
Da gibt es zu viele. Aber mit 18 habe ich angefangen, Lieder von Renato Zero zu hören. Zufällig, weil mein Vater seine Songs mochte. “I giardini che nessuno sa” ist ein wunderbarer Song. Übrigens, Marco Masinis Lied über Italien, aus dem letzten San Remo Festival, ist bemerkenswert.

Und Lieblings-Buch?
An dieser Stelle würde ich differenzieren: Wer Klassiker gerne lesen möchte, der sollte jedenfalls “Der Name der Rose” von Eco berücksichtigen. Kein Weg führt daran vorbei. Es ist das italienische Meisterwerk der zweiten Hälfte des 20en Jahrhunderts. Etwas ältere Romane, die aber genauso meisterhaft erzählt werden gibt es viele: Moravia, Calvino und Pasolini. Das sind die Autoren, die ich gerne gelesen habe. Auch politische Klassiker kann ich empfehlen: “Die Linke und das Individuum” von P. F. d’Arcais zum Beispiel oder fast alle Werke des großen Norberto Bobbio. Die große Literatur Italiens der letzten Jahre bleibt aber meines Erachtens im Kriminalroman verhaftet: Massimo Carlotto ist in diesem Genre der Meister.

7) Könnt Ihr einen Link bezüglich des Themas Eures Blogs oder über Italien generell empfehlen?
Wer nach Italien reisen möchte, kann ein Blick auf www.reise-nach-italien.de werfen. Wer politische Themen vertiefen möchte, der sollte die Blogs von Chiarelettere lesen: Insbesondere den von Oliviero Beha (Italiopoli) kann ich empfehlen. Wer hingegen lachen will, sollte www.spinoza.it besuchen. Reiner Sarkasmus, hoher Unterhaltungswert.

8) Möchtest Ihr selber noch etwas hinzufügen?
Nein.

 
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