Es ist nicht restlos geklärt, wann Tiramisu das erste Mal kredenzt wurde. Einige sagen es sei 1971 das erste Mal in Treviso gemacht worden, andere verorten seinen Ursprung in 17. Jahrhundert oder deuten Tiramisu als Dolci, dass die italienischen Frauen ihren Männern im 1. Weltkrieg gemacht haben.
Ich aß es jedenfalls das erste Mal Mitte der 80er und war sofort hin und weg.
Tira mi su bedeutet übrigens so viel, wie zieh mich hoch.
Mein eigenes Tiramisu findet nicht eben selten begeisterten Anklang, wie ich ganz unbescheiden bemerken möchte. Dementsprechend neugierig bin ich, bei jeder Gelegenheit das Tiramisu von jemand anders zu probieren.
In Rom gibt es die Bar Pompi, welche sich ganz souverän “Il Regno del Tiramisu” (Das Reich des Tiramisu) nennt. Ich hatte sie über das Blog eines in Rom lebenden Amerikaners entdeckt.
Klar dass ich bei solch unbescheidener Eigenwerbung bei meinem nächsten Rom-Besuch der Bar Pompi einen Besuch abstattete.

Die Bar liegt nicht weit entfernt von dem Appartement, was ich mit meiner Freundin gemietet hatte. Einen Abend machten wir auf dem Heimweg einen kleinen Umweg in die Via Albalonga, 7b und kauften ein kleineres Stück Tiramisu zum mitnehmen.
Ich fand das Tiramisu sehr lecker. Ruths Kommentar war, meines würde besser schmecken, aber ich fand, das die Bar Pompi-Version ein paar Ideen hatte, die ich bis dahin noch nicht ausprobiert hatte. Vor allem die Idee nicht nur Kakaopulver, sondern auch kleine Schokoladensplitter zu verwenden, gefiel mir sehr gut.
Wer nicht das Glück hat, in Rom zu leben, um mal eben bei der Bar Pompi vorbeizuschauen, der kann sich ja mal selber dran versuchen. Auf www.heavenlytiramisu.com gibt es ca. 50 Rezept-Variationen.
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