Folgende Clips sind meines Wissens vor allem für die Werbung innerhalb Italiens gedacht. Sie richten sich also an die heimischen Italiener, die dazu angeregt werden sollen, die eigenen Kunstschätze zu besuchen.
Der Claim “Se non lo visiti, lo portiamo via” (“Wenn es nicht besucht wird, dann bringen wir es weg.”) überspitzt mit seinen Bildern, die mögliche Konsequenz kulturellen Desinteresses. Es ist nicht wirklich anzunehmen, dass man das Kolosseum direkt an die USA verkauft, weil die US-Touristen dann gar nicht mehr nach Italien müssen, um es bestaunen zu können. Schließlich sind die reichen Kunstschätze Italiens ein wichtiger Faktor für den Tourismus. Aber die Clips weisen recht deutlich auf ein Phänomen, dass mache Touristen mehr von Italiens kulturellem Erbe kennen, als der Einheimische, der das Glück hat in direkter Nachbarschaft zu leben.
Ein bisschen um die Ecke gedacht, aber im Grunde eine gute Aktion.
Tag: "Werbung"
Kultur-Werbung um die Ecke gedacht
Hommage an Rom
Auf der Website für Tourismus der Stadt Rom gibt es zur Zeit eine verkürzte Version einer filmischen Hommage an die Stadt Rom zu sehen.
Die dreiminütige Version ist unter www.turismoroma.it als Download verfügbar. Die zwanzigminütige Komplettversion soll nur auf Festivals und und Filmveranstaltungen gezeigt werden.
Ich finde die kurze Version recht stimmungsvoll, frage mich aber, warum das so amteurhaft inszeniert wird. Wieso wird das Video auf www.turismoroma.it nicht mit einem Player eingebunden?
Warum bietet man die lange Version nicht auch an? Geht es hier um Bandbreite? Dann packt es doch einfach auf Youtube und macht einen Channel für das Ufficio Turismo del Comune di Roma daraus. So ein bisschen Web 2.0 kann dem Tourismus der Stadt Rom nicht schaden.
Zumal längst andere auf die Idee gekommen sind, das verkürzte Video dort hochzuladen.
Dustin Hoffman wirbt für die Marken
In diesem Spot (klar, auf Youtube packen, aber einbetten nicht erlauben) rezitiert der US-amerikanische Schauspieler Dustin Hoffman ein Gedicht des aus den Marken stammenden Poeten Giacomo Leopardi. Der Spot ist ein Werbeclip für die Marken, mit öffentlichen Geldern finanziert.
In Italien gab es deswegen einen Sturm im Wasserglas, weil er mit starkem Akzent einen Klassiker liest und sich ganz offensichtlich durch den Text kämpft.
Mag alles sein. Mein Italienisch ist wahrscheinlich nicht besser und die Poesie in Leopardis Worten könnte ich auch kaum für italienische Ohren wohltuend rezitieren.
Was ich mich aber frage ist, was das Ganze soll? Wozu wirbt Hoffman für die Marken? Welche Verbindung soll der Zuschauer zwischen ihm und den Marken ziehen? Wird er irgendwie damit verbunden? Ist mir da was entgangen?
Parmigiano Reggiano, die nächste Runde
Als ich letztes Jahr den Werbeclip für Parmigiano Reggiano gesehen habe, konnte ich mir vor Lachen nicht mehr halten.
Absurde Kostüme, nicht minder absurde Choreographie, 80er Jahre Feeling dank der Melodie von Ricchi E Poveris Hit “Mamma Maria” und eine Menge Augenzwinkern.
Ich frage mich echt, was die Konzeptioner der Agentur für Zeug geraucht haben.
Heute habe ich zwei Clips gefunden, die auf diesen genialen Werbeclip aufsetzen. Hier ein Clip, in dem Kinder auf einer Bühne ein Parmigiano Reggiano Ballett aufführen. Was denn auch ein Indiz dafür ist, welche Wirkung der Werbeclip entfaltet hat.
Und Parmigiano Reggiano hatte noch eine Weihnachtsversion des Werbeclips erstellt. ;-)
Was Italiener wirklich über Pizza Hut denken
Vor einiger Zeit hatte ich mal über die Werbung von Pizza Hut geschrieben, deren Inhalt sich meiner Meinung nach scharf an der Glaubwürdigkeitsgrenze bewegt.
Bei der Huffington Post habe ich jetzt eine Persiflage auf den Werbespot gesehen. In den Untertiteln steht, was die Italiener nach Ansicht der Spaßvögel gedacht aber nicht gesagt haben. ;-)
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