Zirkus Maximus

[Photo Zirkus Maximus]

Eine langgezogene, mit Gras bewachsene, mehrstufige Kuhle, an deren Ende ein paar Ruinenreste zu sehen sind. Das ist das, was vom Zirkus Maximus (Circo Massimo) übrig geblieben ist. Schwer sich vorzustellen, dass hier einal bis zu 250.000 Zuschauer Wagenrennen und Jagden verfolgen konnten.

Auf dem Gelände tummeln sich meist einige Gruppen Jugendlicher und Einwanderer aus Afrika, die Fußball spielen oder mit dem Fahrrad die alte Rennbahn abfahren.
Form und Ausmaß des Zirkus sind durch die mehrstufigen Erdwälle noch gut nachzuvollziehen. In der Mitte befindet sich ein Wall, der die beiden Bahnen voneinander trennte.

[Photo Zirkus Maximus]

Der Zirkus wurde im 6. Jahrhundert v. Chr. errichtet und in den folgenden Jahrhunderten immer weiter ausgebaut. Er fasste bedingt durch den kontinuierlichen Ausbau bis zu 300.000 Zuschauer. In der Arena wurden vor allem Wagenrennen geboten. Es wurden aber auch Jagden auf wilde Tiere oder inszenierte Schlachten veranstaltet. Im Gegensatz zum Kolosseum waren die Zuschauer hier nicht in Frauen und Männer getrennt, sondern konnten gemischt sitzen.

Der schmale Wall (Spina) der die beiden Bahnen trennte, war mit vielen Statuen und Obelisken verziert. Einer dieser Obelisken steht heute vor der Kirche Trinitá dei Monti, die oberhalb der Spanischen Treppen errichtet wurde und von deren Vorplatz man auf die Piazza di Spagna blickt.
Am östlichen Ende des Zirkus Maximus gibt es einige wenige Überreste (Sitzreihen, Treppen und ein mittelalterlicher Turm), die Teil einer Ausgrabungsstätte sind. Der Rest der riesigen Anlage wurde für die Errichtung anderer Bauten verwendet.



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