Vittoriano – Monument des Vittorio Emanuele II.

[Photo Vittoriano]

Das Monument des Vittorio Emanuele II. wird in Italien kurz Il Vittoriano genannt. Der Volksmund hat für das riesige Bauwerk aufgrund seiner Form auch andere Bezeichnungen wie La macchina da scrivere (Schreibmaschine) oder La torta di nozze (Hochzeitstorte) gefunden.

Das Monument erinnert an das Risorgimento (der Vereinigung der italienischen Klein-Staaten zu einem Nationalstaat) als auch an Vittorio Emanuele, den ersten König des geeingten Italiens (von 1861 bis 1878).
Es wurde in den Jahren 1885 bis 1905 von Giuseppe Sacconi gebaut. Gleichzeitig ist es das Grab des unbekannten Soldaten. Daher kommt auch eine weitere Bezeichnung: Altare della Patria.

Das Vittoriano beherbergt das Institut für Geschichte des italienischen Risorgimento und das Zentralmuseum des Risorgimento.

Am Monument des Vittorio Emanuele II. endet die Via dei Fori Imperiali und trifft auf mehrere große Verkehrsstraßen rund um das Monument.
Der Verkehr ist an dieser Stelle dementsprechend laut. Wer schon mal in Rom versucht hat eine stark befahrene Straße als Fußgänger zu überqueren, der weiß, dass es einem manchmal unmöglich erscheint auf die andere Straßenseite zu gelangen. Die Autofahrer rasen mit einem Mordstempo die Straßen entlang und scheinen nicht gewillt zu sein irgend jemanden die Straße überqueren zulassen.

[Photo Monument des Vittorio Emanuele II.]

Am Vittoriano gibt es an keine Ampeln, nur Zebrastreifen, die angesichts des tosenden Verkehrs nicht sonderlich vertrauenswürdig erscheinen. Und so sammelt sich am Straßenrand eine Traube von Fußgängern, die verunsichert den Verkehr beobachtet. Bis einer dann beherzt einen Fuß auf die Straße setzt, was sofort dazu führt, dass sich ihm die anderen anschließen und die gleichen Autos, die eben noch mit einem Affenzahn auf die Kreuzung zurasten unvermittelt anhalten und die Fußgänger passieren lassen. Wobei das mit dem Anhalten, eher eine Art Ausweichen ist. Schließlich findet sich immer eine Lücke, um voranzukommen.

Anfangs konnte ich nur staunend zuschauen und am Straßenrand hoffen, dass sich möglichst bald jemand ein Herz faßt, aber nach ein, zwei Tagen Rom-Aufenthalt hat man es selber im Gefühl, wann der Zeitpunkt gekommen ist und setzt selber als erstes seinen Fuß auf die Straße, um hochmütig auf die anderen Touristen zu schauen und mit Stolz geschwellter Brust die Straße zu überqueren.

Sehr empfehlen kann ich jedem den Ausblick über Rom, vom Dach des Vittoriano. Der Römer meint angeblich, man habe von dort sogar den besten Blick über Rom, weil man das wuchtig und etwas kitschig geratene Bauwerk selber nicht sieht.



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