Largo Argentina

[Photo Largo Argentina]

Der Largo Argentina ist ein schönes Beispiel dafür, wie selbstverständlich in Rom Antike neben Mittelalter und Moderne steht und man mit ein paar Schritten durch die Jahrhunderte wandeln kann.

Der Largo Argentina (Area sacra del Largo Argentina) besteht aus mehreren Tempenn rebulikanischer Zeit. Sie liegt einige Meter unter dem heutigen Strassenniveau und ist wie das Caesarforum nur von außen einsehbar. Das Gelände wird an allen vier Seiten von Straßen umschloßen, so dass es wie eine tiefer gelegte Piazza wirkt. Neben den Resten der Tempel befinden sich auch Ruinen öffentlicher Bauten aus der republikanischen Zeit auf dem Largo Argentina.

Im Osten des Geländes befindet sich der Tempel der Juturna, der anlässlich der Siegesfeiern über die Karthager im zweiten punischen Krieg 241 v. Chr.errichtet wurde. Links davon stehen die Überreste eines Ziegelbau, der der Sitz des öffentlichen Wasserwerks war. Daneben folgt der Tempel “della Fortuna” mit seinem runden Grundriss, welcher 101. v. Chr. anlässlich des Sieges gegen die Cimbern errichtet wurde. Es folgt der dritte und älteste der vier Tempel, der Ende des 4. Jahrhunderts errichtet wurde. Es handelt sich wahrscheinlich um den Tempel der Feronia. Der vierte und größte Tempel des Largo Argentina, wurde zu Beginn des 2. Jahrhunderts von Marcus Emilius Lepidus zu Ehren der Laren Permarinen errichtet.

Die antiken Ruinen werden übrigens von vielen, streunenden Katzen bewohnt, die von einigen Freiwilligen versorgt werden.

[Photo Katze am Largo Argentina]

Der Largo Argentina ist eine gute Gelegenheit eine kleine Pause einzulegen und zu verschnaufen. In der angrenzenden Straße Corso Vittorio Emanuele II. gibt es einen Supermarkt, beim man auch einen kleinen Snack kaufen kann. Rund um den Largo Argentina stehen Bänke auf denen man sich in die Sonne setzen kann. Manchmal besucht einen dabei eine der dort lebenden Katzen und holt sich ein paar Streichleinheiten ab.
In Rom kann man keinen Schritt machen, ohne dass man nicht an Ruinen und Bauten vorbeiläuft, die ihre eigene Geschichte haben.

Ein kleiner Tip noch: Wer etwas Zeit hat, der sollte sich beim Rundgang um den Largo Argentina die Informationstafeln anschauen, die an den das Gelände umschließenden Mauern befestigtt sind. Sie dokumentieren die Ausgrabungen des Geländes mit einigen zeitgenössischen Photos.



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