Genauer gesagt bis zu den Wahltagen, denn die Wahlen in Italien finden ja an zwei Tagen statt.
Recht interessant ist der Blog-Eintrag von Gerhard Mumelter vom Standard, vom 03.04. Die Vorbestraften (leider nicht direkt verlinkbar). Dort wird aufgelistet, wieviele der zur Wahl stehenden Kandidaten bereits vorbestraft sind.
Währenddessen spielt der siegesgewisse Berlusconi den Politikclown, rühmt sich seiner Lateinkenntnisse, nennt Steuerhinterziehung Notwehr oder grämt sich, wenn man ihm Mortadella zum Verzehr anbietet (das war der Spottname für Prodi).
Die Wahlpleite ist vorerst abgesagt und geht gleich in eine neue Runde.
Ergebnis der neuen Wahlen könnte ein Patt sein, in der das eine Lager die Abgeordnetenkammer beherrscht und das andere den Senat. Aber angesichts des komplizierten Wahlrechts ist nicht abzusehen, was das Wahlergebnis am Ende bringen wird. Man kann eigentlich nur hoffen, dass es danach eine stabile Regierung geben wird, die sich nicht nur den Eigen-Interessen verschreibt. Aber letzteres wagt man kaum zu hoffen.
Schöner als im Standard habe ich die Situation in keinem anderen deutschsprachigen Blatt beschrieben gelesen, siehe hier.
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