15 Vertreter der Staatsmacht sind 7 Jahre nach den Gewaltexzessen einer entfesselten Staatsmacht verurteilt worden. 30 weiter wurden freigesprochen. Die Verurteilten wurden zu Haftstrafen zwischen fünf Monaten und fünf Jahren verurteilt.
Aber auch die Kleinen, die man hängt, hängt man nicht wirklich. Denn ihre Haftstrafen müssen sie aufgrund von Verjährung und eines Straferlasses nicht verbüssen.
Während sich Beobachter der politischen Linken empört zeigen, sehen sich Verteidigung und Rechte in ihrer Meinung bestätigt, dass es sich nur um Ausnahmen und nicht um systematische Repression gehandelt habe. Fehler halt. Gegenstand des Verfahrens waren übrigens die Exzesse im provisorischen Gefängnis Bolzaneto.
Während der teils gewaltsamen Proteste während des G8-Gipfel in Genua wurde ein Demonstrant erschossen (und der Schütze mit einer abenteuerlichen Begründung freigesprochen), Hunderte verprügelt, teilweise scher verletzt, zu Unrecht inhaftiert, traktiert, bedroht, die Dias-Schlue unter falschen Vorwände gestürmt …
Viele assozierten mit dem Vorgehen der Polizei Zustände aus Diktaturen wie Chile oder Argentinien in den 70ern.
Fremdschämen ist wohl das richtige Wort, wenn man von diesem Urteil hört.
Ein paar Links zum Thema: 1, 2, 3, 4
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